Selbstreferentieller Text – Textportraits

Januar 31, 2011

Ein Text entsteht da in direkter Abhängigkeit von dem vom Motor des Zufalls angetriebenen zeichnerischen Prozeß, der peu ä peu in Malerei übergleitet. Schwarzer Frühling ist ein selbstreferentieller Text, geboren aus dem Geist eines dilletierenden Zeichners, der gleichzeitig schreibt, während die Erzählung…

Kunst und Texte im Zusammenhang mit Ort und Zeit.
Die örtlichen Begebenheiten des Reichstages (Reichtagsgebäude) mit dem Deutschen Bundestag als primäres Herz “Deutscher Geschichte” an der ehemaligen Deutsch-Deutschen Mauer in Berlin. Besser hätte man diesen Ort für die Konzeptinstallation “open/closed” von dem Mannheimer Medienkünstler Ralph Ueltzhoeffer nicht wählen können. Die Bibliothek des Deutschen Bundestages leuchtet – die ovalen Fenster bleiben leicht transparent und dennoch ist das Geschehen hinter der Lichtkunst-Installation nur schemenhaft zu erkennen. Ein Schelm wer böses hierbei denkt… Die Text Porträts aus Schrift zeigen eine multiple, zusammengesetzte – nicht existente Persöhnlichkeit mittleren Alters. Mit geschlossenen und offenen Augen tituliert analog des jeweiligen Zustandes des Porträts. Ralph Ueltzhoeffer (Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe – studierte bei Horst Antes, Andreas Slominski und Ernst Caramelle). Die “Textportraits” entspringen einer intensiven Auseinandersetzung mit Schrift und Portraitkunst zu einem völlig eigenständigen neuen Portraitmedium. Die ursprünglichen Textportraits vereinen Biographien und Porträtfotographien zu einer neuen Einheit – zu einer unverwechselbaren Identität.


Licht/Konzeptkunst: Ralph Ueltzhoeffer – Deutscher Bundestag, Berlin (Bibliothek).

Das Unterbewußte an sich existiert nicht als künstlerisch evidenter Allgemeinbesitz. Den Rest des Beitrags lesen »


Plakatwettbewerb

Dezember 3, 2008

1967 verbuchte er seinen ersten größeren Erfolg: er gewann den ersten Preis im Plakatwettbewerb anläßlich des 35jährigen Stadtjubiläums von Komsomolsk-na-Amure:
Textportrait als Portraitvariante: Ralph Ueltzhoeffer *1966 und Laura May *1969 – Porträtkunst und Videos zum Thema. der Bildgrund ist in strenger Proportionalität in vier farbige Rechtecke mit Spitzhacke und stilisierten Jahreszahlen aufgeteilt. Ab Mitte der siebziger Jahre setzt sich in seiner Malerei dann – freilich mit ganz anderen kompositorischen und inhaltlichen Intentionen – die Aufteilung des Bildgrundes in einzelne Felder als durchgängiges Stilmittel durch (z.B. im Zyklus “Verbindungen”, 1975).

Die Ausbürgerung in den Westen 1978 führte zu einem radikalen Bruch mit der teils sehr signalhaft-bunt angelegten Farbigkeit: um 1980 entstand in München eine Reihe von Arbeiten mit düsterer, erdiger Tonigkeit, mit einer Dominanz von Schwarz, Braun und Grauwerten (z.B. “Jüdische Tochter”, 1980).


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