Die Kunst jedoch hat den Anspruch, ein den jeweiligen Augenblick überdauerndes Bild von der Welt zu manifestieren. Sie ergründet “epochenneutral” allgemeine Wahrheiten und Ordnungsprinzipien des Weltgefüges. Nicht ohne Grund hat Sacha-row-Ross seine “Tabula Rotunda” nach dem Prinzip der russisch-orthodoxen Ikonostase angeordnet, dem Prinzip der Bilderwand mit Ikonen:
Plakatwettbewerb
Dezember 3, 20081967 verbuchte er seinen ersten größeren Erfolg: er gewann den ersten Preis im Plakatwettbewerb anläßlich des 35jährigen Stadtjubiläums von Komsomolsk-na-Amure:
Textportrait als Portraitvariante: Ralph Ueltzhoeffer *1966 und Laura May *1969 – Porträtkunst und Videos zum Thema. der Bildgrund ist in strenger Proportionalität in vier farbige Rechtecke mit Spitzhacke und stilisierten Jahreszahlen aufgeteilt. Ab Mitte der siebziger Jahre setzt sich in seiner Malerei dann – freilich mit ganz anderen kompositorischen und inhaltlichen Intentionen – die Aufteilung des Bildgrundes in einzelne Felder als durchgängiges Stilmittel durch (z.B. im Zyklus “Verbindungen”, 1975).
Die Ausbürgerung in den Westen 1978 führte zu einem radikalen Bruch mit der teils sehr signalhaft-bunt angelegten Farbigkeit: um 1980 entstand in München eine Reihe von Arbeiten mit düsterer, erdiger Tonigkeit, mit einer Dominanz von Schwarz, Braun und Grauwerten (z.B. “Jüdische Tochter”, 1980).
Verfasst von kunstaspekt